31.03.2008 / EU & International
Verdopplung bis 2050
Nach einer Studie des Weltenergierats (WEC/World Energy Council) wird die globale Nachfrage nach Energie bis 2050 um 70 bis 100 Prozent steigen, sich also praktisch verdoppeln. Die Preise für Energie in allen Formen – Öl, Gas, Kohle, Strom, Wind- und Wasserkraft sowie Kernenergie – werden also deutlich anziehen.
Mehr Geld für die Forschung
Eine Preisprognose enthält die Studie nicht, doch hält der WEC generell hohe Energiepreise für wahrscheinlich und sinnvoll. „Höhere Preise erlauben es, mehr in die Energieerzeugung und in Forschung und Entwicklung zu investieren sowie sie verbessern die Energieeffizienz“, sagte der südafrikanische Energiemanager Brian A. Statham. Um auch armen Ländern einen breiteren Zugang zu Energie zu ermöglichen, kämen in erster Linie Wasser- und Solarkraftwerke infrage. Zur Lösung der Umweltprobleme sei ebenfalls ein erhöhter Forschungsaufwand notwendig, etwa bei der Entwicklung von „sauberen“ Kohlekraftwerken, die kein CO2 ausstoßen.
Gegenwärtig könnten rund zwei Milliarden Menschen, ein Drittel der Weltbevölkerung, keine kommerzielle Energie nutzen. Grundsätzlich gebe es aber keine Engpässe bei Ressourcen, Kapital oder Technologie, die einer breiteren Energienutzung entgegenstünden. Problem seien vielmehr Transport und Verteilung der Energie. In vielen Ländern fehlten die Voraussetzungen wie zum Beispiel Stromnetze oder Gas-Versorgungsleitungen. Das gelte auch für etliche der Riesenstädte in den Entwicklungsländern. „Wir können es schaffen, mehr Menschen mit Energie zu versorgen, aber es ist eine große Aufgabe“, sagte Statham. Dazu sei es nötig, alle Energieträger zu nutzen.
Die gesamte Studie finden Sie hier.
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