12.11.2007 / ENERGY GLOBE Award

Das war der ENERGY GLOBE Vienna 2007

Ein Rückblick auf den ENERGY GLOBE Vienna 2007 im Tuchlauben Kino, im Zentrum Wiens.

"Die Wiener Wirtschaft bekennt sich seit Jahren zu einer nachhaltigen Umweltpolitik. Unsere Unternehmen und Institutionen zeichnen sich durch besondere Innovationskraft aus, wenn es um nachhaltige und umweltgerechte Lösungen geht. Der ENERGY GLOBE holt die gelungensten Best-Practice-Beispiele vor den Vorhang und forciert damit Umweltschutz auf globaler Ebene", betonte die Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien, Brigitte Jank, bei der Verleihung des ENERGY GLOBE Vienna 2007 am 8. November 2007 im Tuchlauben Kino.

Die Bedeutung des Umwelt-, und hier vor allem des Klimaschutzes, unterstrich auch Mag. Thomas Bayer von der Generali Versicherung, "Es ist eine moralische Verpflichtung unseren Kindern gegenüber, deren Lebensgrundlagen für die Zukunft zu sichern". Mag. Michael Wild, der Koordinator der internationalen Jury und langjähriger Weggefährte des Initiators und Begründers des ENERGY GLOBE Awards Ing. Wolfgang Neumann, wies auf die besondere Bedeutung jedes einzelnen eingereichten Projektes hin. "Im Grunde müsste jedes Projekt ausgezeichnet werden, weil es einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung unserer Wirtschaft und unserer gesamten Gesellschaft darstellt", schloss Wild.

"Haus am Mühlweg" auf Platz 1

Den ersten Preis des heurigen ENERGY GLOBE Vienna sicherte sich das Projekt "Haus am Mühlweg" der BAI Bauträger Austria Immobilien GmbH. Die Kombination von Passivhaus- und Massivholzbauweise für eine 70 Wohneinheiten umfassende Wohnhausanlage ist auch im internationalen Vergleich einzigartig und erforderte eine Reihe neuartiger Lösungsansätze bei der technischen Umsetzung - dies alles bei Kosten, die mit denen konventioneller Bauweisen konkurrenzfähig sind. Maßgeblich für den Innovationscharakter dieses Projekts sind unter anderem der Testeinsatz von Vakuumdämmung sowie der forcierte Einsatz industrieller Vorfertigung der Holzstruktur. Das vorliegende Projekt sticht damit wesentlich aus einer Reihe anderer Projekte der letzten Jahre aus dem Bereich "ökologischer Hausbau" hervor.

2. Preis: "Teppichreinigung mit Sauerkraut?"

Der zweite Platz ging an die Teppichwäscherei "der Bischof" für das Projekt "Teppichreinigung mit Sauerkrautbakterien". Dabei wird für die Teppichreinigung ein spezieller "Mikroorganismenmix" aus Milchsäurebakterien, Hefekulturen und Photosynthesebakterien verwendet. Die Rückbesinnung auf "alte Kulturtechniken" im Bereich Textilreinigung stellt eine radikale Abkehr vom bisherigen "chemischen Ansatz" dar. Neben umweltbelastenden Reinigungsmitteln kann auch ein separater Motten- und Milbenschutz sowie die Imprägnierung eingespart werden. Die Abwässer sind damit erheblich weniger belastet, als bei konventioneller Textilreinigung. Es handelt sich um eine originelle und innovative Lösung, die von einem österreichischen Mittelbetrieb entwickelt und umgesetzt wurde.

Der dritte Platz geht an "El Sol"

Das Projekt "El Sol - Mit Österreichischem Know-how wird Solarenergie in Südamerika populär" der Windkraft Simonsfeld GmbH wurde mit dem dritten Platz ausgezeichnet. "El Sol", initiiert 2005, steht für ein global gedachtes, nachhaltiges Projekt mit der Absicht, die Nutzung von Solarenergie mittels einfacher, aber effizienter Solarkollektoren zur kostengünstigen Warmwasserbereitung zu fördern. Durch den Know-how-Transfer wird ein Beitrag zur Verbesserung des Lebensstandards der lokalen Bevölkerung in Bolivien geleistet. Langfristig soll die in Österreich entwickelte Technologie eine weite Verbreitung durch den Selbstbau finden.