25.03.2008 / Österreich
Neue Förderung für Holzheizungen
Kein Aprilscherz: Am 1. April 2008 startet der österreichische Klima- und Energiefonds die `Förderaktion Holzheizungen´. Bundesweit werden damit zusätzlich zu den bereits bestehenden Biomasseförderungen der Bundesländer 800,– Euro für moderne Pelletskessel bzw. 400 Euro für Hackgut- oder Stückholzkessel ausbezahlt. Wer sich jetzt eine Holzzentralheizung anschafft, kann damit im Schnitt der Bundesländer rund 3200 Euro – in Wien sogar bis zu 7800 Euro – an Investitionszuschuss bekommen. „Heizen mit Holz ist eine unserer stärksten und zugleich kostengünstigsten Waffen im Kampf gegen den Klimawandel“, betont Ernst Scheiber, Geschäftsführer des Österreichischen Biomasse-Verbandes. „Wir brauchen keine Dauerunterstützung, wie etwa der Heizkostenzuschuss für Ölheizer. Eine einfache Starthilfe zur Überwindung der Investitionskosten genügt, dann brauche ich nie mehr die Brennstoffkosten subventionieren. Und dieser Impuls hin zu günstigem und klimaverträglichem Heizen erfährt jetzt durch den Klima- und Energiefonds noch den letzten Kick.“
Die `Förderaktion Holzheizungen´ wird über die Kommunalkredit Public Consulting abgewickelt, dort wurde auch bereits die Liste der förderfähigen Kesseltypen publiziert. Alle angeführten Biomassekessel entsprechen den Standards des Österreichischen Umweltzeichens und garantieren damit effiziente Verbrennung bei minimalen Emissionen.
Holzbrennstoffe um mehr als 50 % billiger als Heizöl
Die Brennstoffkosten verschiedener Heizsysteme sprechen eine Sprache für sich: Ein durchschnittlicher Einfamilienhaushalt zahlt derzeit im Jahr rund ...
EUR 2.440,– für Heizöl Extraleicht (3000 l)
EUR 1.720,– für Erdgas (28.200 kWh)
EUR 1.170,– für Stückholz (18 rm)
EUR 1.160,– für Pellets (6,4 t)
EUR 860,- für Hackgut (41 Srm)
Pellets und Stückholz sind damit um 52 % billiger als Heizöl, Hackschnitzel kosten sogar nur ein Drittel. Auch gegenüber Erdgas ist die Ersparnis gewaltig: 33 % bei Pellets und Stückholz bzw. 50 % bei Hackgut.
Amortisation nach fünf Jahren
Pellets-, Hackgut- oder Stückholzkessel sind in der Anschaffung deutlich teurer als Öl- oder Gaskessel. Wer in seinem Neubau einen Biomassekessel installiert oder sein altes Heizsystem von fossil auf erneuerbar umstellt, erhält aber in jedem Bundesland eine Förderung. Die maximale Höhe der Investitionszuschüsse beträgt hier für das Beispiel einer automatischen Pelletsfeuerung in ...
Wien: EUR 7.000,–
Niederösterreich: EUR 2.950,–
Tirol: ca.EUR 2.800,–
Oberösterreich EUR: 2.640,–
Burgenland: EUR 2.500,–
Kärnten: EUR 2.400,–
Vorarlberg: EUR 2.200,–
Salzburg: ca.EUR 2.000,–
Steiermark: EUR 1.400,–
Dazu kommen jetzt noch 400 bis 800 Euro aus der österreichweiten "Förderaktion Holzheizungen".
Die durchschnittlichen Mehrkosten bei Ankauf und Installierung einer Pelletsheizung betragen im Vergleich zu einem Ölheizsystem 3000 bis 5000 Euro (nach Abzug der gesamten Förderungen). Beim derzeitigen Preisunterschied zwischen Holzpellets und Heizöl von etwa 1200 Euro im Jahr, haben sich diese Mehrkosten nach längstens fünf Jahren amortisiert. Bei einer durchschnittlichen Kessellebensdauer von 20 Jahren läuft die Pelletsheizung damit mindestens 15 Jahre lang günstiger als der Ölkessel.
Weitere Details zur Förderaktion unter www.biomasseverband.at
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