21.07.2008 / Österreich

WKÖ unterstützt ENERGY GLOBE

WK-Präsident Leitl (li.) mit ENERGY
GLOBE Initiator Neumann

Wirtschaftskammer-Präsident Leitl stellte gemeinsam mit ENERGY GLOBE Initiator Neumann das Energieeffizienz-Portal vor

"Energie, die nicht verbraucht wird, muss auch nicht erzeugt werden", waren sich Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) und Wolfgang Neumann, Präsident der ENERGY GLOBE Foundation, am heutigen Montag bei der Präsentation des neuen ENERGY GLOBE Portals für Energieeffizienz einig. "Es ist niemandem geholfen, wenn mit täglich neuen Horrormeldungen Alarmstimmung erzeugt wird. Vielmehr müssen die Leute dazu motiviert werden, den nachhaltigen und effizienten Einsatz von Energie in den eigenen vier Wänden zu leben", sagte Leitl vor Journalisten im Gebäude der Wiener Wirtschaftskammer. Neumann wies darauf hin, dass es in Österreich rund 1,5 Millionen sanierunbedürftige Gebäude gibt, bei denen im Durchschnitt mehr als 50 Prozent Energie eingespart werden kann.

ENERGY GLOBE Portal - ein Partner für mehr Energieeffizienz

Für die Wirtschaftskammer hat das Thema Energieeffizienz ganz klar Vorrang bei der Eindämmung der Zuwächse beim Energieverbrauch. "Der Energieverbrauch in Österreich steigt jährlich um knapp 2 Prozent. Nur etwa ein Viertel dieses Zuwachses kann - trotz massiver Förderungen - durch den Ausbau erneuerbarer Energien bewältigt werden. Drei Viertel müssen durch Energiesparen und damit Energieeffizienz kompensiert werden", so der WKÖ-Präsident.

Energieeffizienz sei nicht nur für die Ökologie gut, sondern nütze auch der Wirtschaft, so Leitl. "Die Umweltindustrien sind die Leitindustrie des 21. Jahrhunderts. Nur wer von Anfang in dieser Zukunftsbranche mitmischt, wird sich ein entsprechend großes Stück von diesem Kuchen abschneiden können", betonte Leitl und verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass die österreichische Umwelt- und Energietechnikbranche jährlich ein Exportwachstum von 25 Prozent erwirtschaftet. Das ist drei Mal so viel wie das durchschnittliche Exportwachstum, bei dem Österreich unter den 15 "alten" EU-Ländern Europameister ist. "Wenn wir in Zukunft noch stärker als bisher den Weg der Energieeffizienz gehen wollen, brauchen wir Partner. Dazu gehört auch das Portal des ENERGY GLOBE", so Leitl.