18.06.2008 / Österreich

„Fuhrpark der Zukunft“ für weniger CO2

Neue Plattform des Lebensministeriums soll Unternehmen bei der Optimierung ihres Fuhrparks unterstützen

Wie kaum ein anderer Wirtschaftssektor in Österreich ist der Verkehr vom Import von Erdöl abhängig. Gleichzeitig zählt der Verkehrssektor zu den Hauptverursachern von Treibhausgasemissionen. Rund 26 Prozent der gesamten Treibhausgase stammen aus dem Straßenverkehr, der Anstieg seit 1990 beträgt 83 Prozent.

Die neue Plattform „Fuhrpark der Zukunft“ der  Lebensministeriums-Initiative klima:aktiv soll bei Fahrzeugflotten von Betrieben und Gebietskörperschaften eine deutliche Reduktion der CO2 -Emissionen erzielen. Gleichzeitig bietet sie einen Rahmen, in dem Politik und Wirtschaft, Umwelt- und Mobilitätsexperten sowie Fuhrparkmanager und Fahrzeughersteller ihre Erfahrungen austauschen können. Zwei bis drei Mal pro Jahr sollen Workshops stattfinden, bei denen erfolgreiche Praxisbeispiele, Studienergebnisse und innovative Lösungsansätze präsentiert und diskutiert werden.

Effiziente Logistik und Spritsparen für Wirtschaftlichkeit und Klimaschutz

Der Güter- und Personenverkehr wird aufgrund der steigenden Rohölpreise immer teurer. Für Fuhrparkbetreiber bedeutet das wirtschaftlich eine enorme Belastung. „Wir brauchen jetzt Lösungen für dieses Problem. Kurz- und langfristig die beste Antwort auf diese Marktentwicklung ist eine massive Treibstoffeinsparung. Das gelingt nur durch ein optimiertes Mobilitätsmanagement und eine effiziente Logistik zusätzlich zu einer spritsparenden Fahrweise. Wir müssen darüber hinaus hin zu einem verstärkten Einsatz alternativer Treibstoffe und Antriebstechnologien, darin liegen die zukünftigen Potenziale für Klimaschutz und wirtschaftlichen Erfolg“, appellierte Generalsekretär Reinhard Mang bei der Präsentation der Plattform.

Das Lebensministerium bietet mit seiner Initiative klima:aktiv Beratung und Förderungen bei der Umrüstung auf alternative Antriebe wie Hybrid und Elektrofahrzeuge und alternative Kraftstoffe wie z. B. Erd- und Biogas, Biodiesel, Bioethanol und Pflanzenöl an. Das Beratungsangebot unterstützt auch bei der Umsetzung eines effizienten Mobilitätsmanagements und einer logistischen Optimierung. „Durch die Flottenumrüstungen auf alternative Antriebe und Kraftstoffe sparen rund 80 klima:aktiv-Partnerbetriebe mit rund 2.000 umgestellten Fahrzeugen jährlich bereits rund 90.000 Tonnen CO2 ein. Unser Ziel ist es, bis Ende 2008 eine Einsparung von 200.000 Tonnen CO2 zu erreichen!“, so Mang.

Unterstützt werden Fuhrparkumrüstungen ab 1. Juli 2008 auch durch die Anpassung der NoVA im Rahmen des Ökologisierungsgesetzes. Sie beinhaltet einen Steuerbonus von € 300,- für PKW mit einem CO2 -Ausstoß von höchstens 120g/km, € 200,-, wenn die NOx -Grenzwerte der künftigen EURO 6 Abgasnorm bereits jetzt entsprechen, und € 500,- für alternativ betriebene Fahrzeuge.

Quelle: Lebensministerium