10.06.2008 / Österreich

Hoher Biomasseanteil in Österreich

EU-weit liegt Österreich beim Biomasseeinsatz auf Platz 4, Anteil erneuerbarer Energien soll weiter steigen

Im Bezug auf den Biomasseeinsatz übertreffen europaweit nur Finnland, Schweden und Litauen die österreichischen Zahlen. "Bis 2020 steht uns jährlich ein zusätzliches Potenzial von 7,6 Millionen Erntefestmeter an Biomasse aus heimischen Wäldern zur Verfügung. Nun müssen wir alles daran setzen, das zusätzliche Potential auch zu nützen“, betonte Landwirtschafts- und Umweltminister Josef Pröll im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Waldverband Österreich anlässlich der Woche des Waldes 2008 unter dem Motto „Wald ist mehrWert“.

„Für die heimische Forstwirtschaft steht die heurige Woche des Waldes daher ganz im Zeichen der Holzmobilisierung“, so Pröll weiter, „denn unsere Ziele in Richtung Klimaschutz sind sehr ambitioniert.“ Bis 2020 sollen 20 Prozent des Energieverbrauchs der gesamten Europäischen Union aus erneuerbaren Energiequellen stammen. Die vorgeschlagene Aufteilung dieses Zieles auf die einzelnen Mitgliedsstaaten sieht für Österreich einen Anteil an erneuerbaren Energien von 34 Prozent vor.

Zurzeit beträgt der Anteil der erneuerbaren Energie in unserem Land etwa 23 Prozent. Nach Wasserkraft nimmt dabei Bioenergie den zweiten Platz ein, wobei der Großteil aus Holz wie etwa Waldhackgut oder Holzpellets stammt. Um den geplanten Biomasseanteil von etwa einem Drittel am Gesamtenergieverbrauch zu erreichen, will Pröll daher die Nutzung von Hackgut und Pellets weiter vorantreiben.

Mit Biomasse gegen den Energiepreisanstieg

Wichtiges Detail am Rande: Das Heizen mit Waldhackgut schont nicht nur das Klima, es ist darüber hinaus auch kostengünstig. Heizt man ein durchschnittlich gedämmtes Einfamilienhaus mit rund 120 m2 Wohnfläche (10kW Heizlast) mit Hackgut, betragen die Heizkosten pro Jahr rund 516 Euro, im Gegensatz dazu betragen die Heizkosten für dieses Haus für eine Heizöl-Heizung pro Jahr über 1.550 Euro. Diese Schere wird aller Voraussicht nach noch weiter aufgehen.

Quelle: Lebensministerium.at