13.05.2008 / ENERGY GLOBE Award
Energieeffizienz-Ideen vor den Vorhang
Jeder EU-Bürger verbraucht pro Jahr Energie im Wert von sechs Tonnen Steinkohle – und setzt damit 11 Tonnen des Treibhausgases CO2 frei. Weltweit liegt der Wert bei 15 Milliarden Tonnen Steinkohle, das entspricht einer Energiemenge fast 120 Millionen GWh. Die Tendenz ist stark steigend.
Alternative Energiequellen reduzieren den Bedarf an fossiler Energie (Erdöl, Erdgas, Kohle,…). Sie helfen so mit, den CO2-Gehalt der Atmosphäre zu stabilisieren und den Treibhauseffekt zu verringern. Drei derartige Projekte stehen für den ENERGY GLOBE Award in der Kategorie Feuer zur Auswahl, darunter eines mit österreichischen Wurzeln.
Top-Projekte aus Österreich, Spanien und den Philippinen
An der Universität Innsbruck wurde die DEMON®-Steuerung entwickelt – ein höchst innovatives Steuerungssystem, mit dessen Hilfe eine Kläranlage pro Jahr um ganze acht Prozent mehr Strom erzeugt als verbraucht. Das technische Wunderwerk hat den Praxistest bereits bestanden und macht eine Kläranlage für 31 Kommunen im tirolerischen Strass zu einem wahren Kleinkraftwerk.
Auf Strom aus der Kraft der Sonne setzt die Solar Millennium AG, deren leistungsstarke Parabolrinnen-Kraftwerke jeweils 200.000 Menschen mit sauberer Energie versorgen. Mit thermischen Speichern sind die Kraftwerke in der Lage, Strom planbar – auch nachts – zur Verfügung zu stellen, was neue Perspektiven für die Solarstromerzeugung ermöglicht. Auf kleinerer Ebene wirkt ein philippinisches Projekt mit Sieges-Chancen auf den Feuer-Award: Mikro-Wasserkraftenergie-Anlagen versorgen ländliche Gemeinden mit erneuerbarer Energie und lösen gleichzeitig die Trink- und Bewässerungsprobleme in den versorgten Gebieten.
Wer den ENERGY GLOBE letztlich mit nach Hause nehmen darf, entscheidet sich erst bei der großen TV-Gala, die am 26. Mai im Brüssler EU-Parlament statt findet.
Weitere Informationen zu den Projekten finden Sie hier.
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