29.04.2008 / Österreich

Die "Kontrollore" der Energieeffizienz

Österreichische Energieagentur soll im Auftrag des Wirtschaftsministeriums die Umsetzung der EU-Energieeffizienzrichtlinie bewerten

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit beauftragte diese Woche die Österreichische Energieagentur mit den Aufgaben für die Energieeffizienz-Monitoringstelle. "Die Energieagentur übernimmt damit die zentralen Aktivitäten bei der Umsetzung und dem Monitoring der Energieeffizienzrichtlinie", so Geschäftsführer Fritz Unterpertinger.

Die EU-Richtlinie über Energieeffizienz und Energiedienstleistungen (2006/32/EG) verlangt von Österreich in den kommenden Jahren eine erhebliche Einsparung im Bereich des Energieverbrauchs. Aufgabe der Monitoringstelle ist es, die gesetzten Maßnahmen zu bewerten und über sie nach Brüssel zu berichten.

Effizienzplan liegt vor, nun geht es an die Umsetzung

Die Energieagentur baut dabei auf ihren Erfahrungen als österreichisches Kompetenzzentrum für Energieeffizienz auf. Sie erstellte schon für die österreichische Bundesregierung den offiziellen Energieeffizienz-Aktionsplan (EEAP), die Grundlage der österreichischen Effizienzpolitik, der vom BMWA 2006 an die Europäische Kommission übermittelt wurde. Dieser Aktionsplan enthält ein Bündel von 378 Maßnahmen, die von der thermischen Sanierung von Gebäuden, über den Verkehr bis hin zur Industrie reichen. "Ein umfangreicher Effizienzplan liegt vor. Nun gilt es, diese Einsparmaßnahmen umzusetzen, damit Österreich das Einsparungsziel im Jahr 2016 erreicht", erläutert Unterpertinger.

Startschuss fürs Monitoring fällt noch heuer

Als Monitoringstelle bindet die Österreichische Energieagentur die Länder sowie die betroffenen Fachverbände in einen Prozess ein, in dem die Methoden für die Berechnung der Einsparmaßnahmen diskutiert und weiterentwickelt werden. Dazu finden laufend Workshops mit den Stakeholdern statt. Mit dem Monitoring wird noch heuer begonnen. Die Energieagentur ermittelt dann laufend die aus den umgesetzten Maßnahmen resultierenden Einsparungen, dokumentiert diese und meldet sie an die Europäische Kommission.

Quelle: Österreichische Energieagentur